19. Juli 2011

Denn sie wissen nicht was sie wollen...

Da erklagen sich einige belgische Verlage über deren Verband Copieress die Entfernung ihrer Inhalte aus Google News, weil sie um ihre Pfründe fürchten und kaum kommt der Suchgigant dem nach, ist das Geschrei groß, denn man wurde aus dem Index entfernt und ist seitdem nicht mehr über die Google Suche auffindbar.

Ja Freunde, was denn nun? Indizieren ja oder nein? Willkommen in der digitalen Welt.??

Man merkt an dieser Meldung, dass weite Teile der Content-Industrie noch immer nicht begriffen haben, worum es in diesen Zeiten geht: um den Zugang zu Informationen. Dem Benutzer ist es herzlich egal aus welchen Quellen er diese schöpfen kann, Hauptsache er sieht sich damit versorgt.??

Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein bewährtes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Man muss sich umschauen und nach etwas Neuem suchen mit dem man Geld verdienen kann, aber reflexartig die Klagekeule in die Hand nehmen war auf lange Sicht noch nie eine gute Entscheidung. Man kann gewisse Entwicklungen nicht aufhalten. Die Musikindustrie hat das lernen müssen, die Filmindustrie ist gerade dabei und auch die druckende Zunft kommt nicht umhin sich Gedanken zu machen. Was sollen denn die Vertreter andere Zünfte sagen, die in den letzten 100 Jahren ausgestorben sind? Kutschenbauer, Kerzenzieher und dergleichen. Das ist der Lauf der Welt. manches wird überflüssig, manches nicht.

Natürlich ist es bedenklich, wenn eine amerikanische Firma die Macht hat Informationen in der Versenkung verschwinden zu lassen, aber man bedenke wer sie ihr gegeben hat: der Benutzer. Google ist nur so stark, weil wir alle damit den ganzen Tag im Netz unterwegs sind. Und warum tun wir das? Weil diese Leute verstanden haben, wie diese ach so modernen Zeiten funktionieren und unsere Bedürfnisse befriedigen.

Statt zu jammern, haben die Verlage die Möglichkeit gehabt, etwas adäquates wie Google News aus dem Boden zu stampfen und die Benutzer von seiner Qualität zu überzeugen, aber das wurde unterlassen.